Dieser Absatz enthält eine Beschreibung zum Klangtuning.

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Klangtuning für Sony DTC-670

 

 

Welche Möglichkeiten bieten sich an, wenn man heutzutage Musik konservieren möchte, egal ob sie digital oder analog vor liegt?

In den 90er Jahren war das Angebot recht ordentlich, hier mal die bekanntesten Geräte: Kassettenrecorder,  DVD-Recorder, DAT-Recorder,  MD-Recorder und der DCC-Recorder von Philips. Alle sind dem PC zum Opfer gefallen oder sollte ich Kopierschutz sagen. Denn mit dem PC konnte man nicht nur günstig Kopien erstellten sondern auch noch mit entsprechender Software den Kopierschutz umgehen, da der Kopierschutz damals ein großes Ärgernis war. Die beste Kopierqualität bot zweifelsohne der DAT-Recorder gefolgt vom DVD-Recorder jedoch später vom MD-Recorder überholt. Vermutlich ist das auch der Grund, warum der DAT-Recorder bei den anspruchsvollen Musikhörern so beliebt ist, da der DAT das einzige Kopiergerät ist, das ohne Datenreduktion Kopien 1:1 erstellen kann. Selbst  im Longplay-Modus ist die Klangqualität immer noch gut.

Und wie sieht es heute aus?

Ein kurzer  Gang ins Fachgeschäft soll das klären. Nach einem kurzem durchblick in der kleinen, fast winzigen HiFi-Ecke eines  großen Fachgeschäfts,  muss ich nüchtern feststellen, dass es keine Gerät gibt, womit man Musik aufnehmen könnte also back to the roots. 

Eigentlich war ich immer der Meinung ein DAT müsste genau so gut klingen wie ein analoges Referenz Tape Deck, mittlerweile bin ich aber zu der Erkenntnis gekommen, dass das gar nicht möglich, wenn nicht sogar unmöglich ist, da wir es hier mit zwei völlig unterschiedlichen System zu tun haben. Jedes dieser Systeme hat seine Stärken und Schwächen, das Digitale steht für eine sehr rauscharme und extrem verzerrungsarme Wiedergabe mit leichten Hang zu Betonung in den Höhen. Das Analoge zeichnet sich durch einen warmen Klang aus, das hohe Rausch- und Klirranteile enthält und hohe Frequenzen sanfter wieder gibt und deswegen  als angenehmer empfunden wird. Die hohen Klirranteile können u.U. etwas suggerieren, was gar nicht da ist, wie gesagt können, muss aber nicht. Durch den hohen Anteil an Klirr  folgt dann sehr oft die Schlussfolgerung, dass es sich um ein hochwertige Wiedergabe handelt. Viele Hörer können gar nicht unterscheid, ob es sich dabei um Musikinformationen handelt oder um den darüber gelegten Klirr. Den Chinesen ist dieser Täuschungseffekt bekannt, drum setzten sie in all ihren CD-Playern in der Ausgangsstufe noch eine Röhre hinten dran. Kein noch so geübter Hörer wäre in der Lange heraus zu hören, wie hoch die Klangqualität eines solchen Geräts wirklich ist, denn er hätte mit seinen Ohren erst mal die Klirranteile heraus filtern müssen, um das reine Klangbild zu hören. Theoretisch können man das auch mit einem DAT Recorder machen, eine Schallplatte oder Kassette abspielen, aufnehmen und danach an hören. Aber bitte keine POP-Musik sondern nur hochwertige Aufnahmen. Leider sind  jetzt nicht nur der Klirr weg auch feinste Klanganteile sind der Abtastung zum Opfer gefallen und sind nicht wieder rekonstruierbar. Ob das die richtige Methode ist, da bin ich mir jetzt nicht so sicher. Aber, sie können zumindest mit dieser Methode die Leistungsfähigkeit  ihres digitalen Aufnahmegeräts testen. Ich bin mir sicher, das die meisten sagen werden, mein Digitalrecorder macht wunderbare Digitalaufnahmen ich benutze ihn gerne als D/A-Wandler ----  und dann hört die Euphorie schon auf und warum, weil beim kopieren feinste Informationen, auch Emotionen verloren gehen. Das bewegende, das mitreißende ist zwar noch da aber nicht mehr mit der Intensität wie beim Original. Man kann das ungefähr vergleichen mit einem Live Konzert, das man besucht oder das gleiche sich dann aber nur als Video an guckt.

Unabhängig davon, ob sie ein 1000 Euro-Gerät  haben oder eins das zehn Mal so teuer war, alle haben die gleichen Probleme egal ob digital oder analog kopiert wird.
Klangverluste hat man immer, das ist einfach technisch bedingt. Sehen Sie sich mal eine Live Übertragen im TV an und einen Tag später dann die Kopie, wenn es noch mal ausgestrahlt wird, die Verluste an Bild und Tonqualität sind nicht zu übersehen bzw. zu überhören, das merken auch die weniger Anspruchsvollen.
Aber kommen wir wieder zurück zum DAT-Rec. ein Gerät das uns mal vor 20 Jahren verkauft wurde. Wir haben es also nicht mit Neugeräten zu tun sondern mit einer alten Möhre, die wohlmöglich nie gewartet oder mehr schlecht als recht repariert wurde. Was ich sagen will ist, die Klangverluste sind nicht nur systembedingt, sie hängen auch vom Zustand des Geräts ab. Ein DTC-ZA5 könnte im schlimmsten Fall sogar schlechter klingen als ein gut gewartet DTC-60. Faktoren, die die Aufnahme und Wiedergabequalität bestimmen gibt es zu genüge. Wie zum Beispiel eine schlecht eingestellte Spur das RF-Signal beeinflusst, zeigt dieses Bild:


 

was zur folge hat, das jeder Menge Daten verloren gehen und angenommene Werte ersetzt werden, im schlimmsten Fall droht der Datenabriss und wir höre nix mehr.

Wie das RF-Signal aussehen könnte, wenn die Spur und alles was da dran hängt korrekt eingestellt sind, zeigt dieses Bild: 
 

 

Bei meinen vielen Experimenten, vor allem mit dem KTV (Kopftrommerlverstärker), war mir eines aufgefallen, es gibt im wesentlichen zwei Dinge, die die Qualität  der Aufnahme und Wiedergabe maßgeblich beeinflussen, das ist die Bandführung, der KTV und die elektrische Einstellung. Wenn diese drei Dinge nicht stimmen, dann würde ich mal behaupten , das man mit 30% Klangverlust rechnen muss vielleicht sogar noch mehr.

Wie schon bereits gesagt, egal ob sie eine digital Kopieren 1:1 oder analoge Aufnahme erstellen, Kopierverluste haben sie immer.
Es gibt aber auch Klangverluste auf die wir Einfluss haben, die wir minimieren können, das sind die Klangverluste im Wandlerteil, die durch minderwertige Bauteile verursacht werden. Diese gibt es zuhauf in der Stromversorgung wie auch  in den Signalwegen. Und genau da setzt die Modifikation an. Klangverluste, die durch minderwertige Bauteile verursacht werden, zu beseitigen, was durch  hochwertige Bauteile geschieht. Ganz besonders die A/D-Wandlerstufe profitiert enorm davon, denn auf dieser Seite gibt es nur wenige Bauteile, die das Signal durchläuft bis es beim A/D-Wandler an kommt, das macht das ganze dann auch so wirkungsvoll.
Da es in diesem Gerät kein Platzmangel gibt, kann die D/A-Sektion noch  mit einbezogen werden, denn auf dieser Seite gibt es von den "hässlichen" Bauteilen mehr als genug, die es zu entfernen gilt. 

Leider kann die Modi zur Zeit nur für den kleinen  670 angeboten werden. Hochwertige Bauteile benötigen viel  Platz und der ist in vielen Geräten dieser Preisklasse selten vorhanden.

Die Modi selbst klingt unspektakulär, sie sorgt aber für mehr Dynamik, Klangfarben und Emotionen - und das ist es ja worauf es an kommt.
Wer aber in erster Linie das Gerät dazu nutz, um hochwertige Schallplattenpressungen (diese sind tonal anders abgestimmt als das POP-Zeug) zu konservieren, sollte darauf aufmerksam machen, denn es bietet sich die Möglichkeit an, die A/D-Sektion für Schallplattenaufnahmen passend ab zu stimmen.

 

 

Kontakt / Bestellen :  wollenweber-audio@t-online.de

Stand: Freitag, 03 Mai 2019